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Esposende profitiert seit fast 15 Jahren vom Portugiesischen Küstenweg nach Santiago

Gruppe von fünf Menschen sitzt lachend an einem Holztisch am Strand mit Getränken und Snacks bei Sonnenuntergang.

Seit fast 15 Jahren nutzt die Gemeinde Esposende die stetig wachsende Nachfrage nach dem Portugiesischen Küstenweg nach Santiago.

Der Portugiesische Küstenweg etabliert sich weiter als eine der wichtigsten Pilgerrouten nach Santiago de Compostela – und Esposende gewinnt auf diesem Abschnitt zunehmend an Gewicht. Die Zahlen sprechen für sich: Seit der Eröffnung im Jahr 2011 bis Ende 2025 haben mehr als 51.000 Pilgerinnen und Pilger die Herberge Albergue de São Miguel in Marinhas passiert.

Diese Entwicklung erhält zusätzliche Bedeutung, da sich die Stadtverwaltung von Esposende darauf vorbereitet, am 25. Juli den Tag des Heiligen Jakobus (São Tiago) – Schutzpatron der Pilger – mit mehreren Aktionen zu begehen, die sich gezielt an alle richten, die das Gemeindegebiet auf dem Weg in die galicische Stadt durchqueren.

Dass der Zustrom zunimmt, ist Teil eines internationalen Trends. Allein 2025 kamen in Santiago de Compostela 530 775 Pilger an – ein Rekordwert und ein Plus von mehr als 31 000 gegenüber dem Vorjahr. Der Portugiesische Küstenweg hat sich dabei als drittmeistgewählte Route unter den Jakobswegen gefestigt und wurde von 89 503 Pilgern genutzt.

Innerhalb dieses Gesamtbildes zählt Esposende inzwischen zu den zentralen Etappen des Weges und empfängt Gäste aus aller Welt. Deutschland, die Vereinigten Staaten, Italien, Spanien, Frankreich, Tschechien und Portugal gehören zu den Ländern, aus denen im Albergue de São Miguel besonders viele Pilger registriert wurden – eine Infrastruktur, die für die Küstenroute zu einem festen Bezugspunkt geworden ist.

Zum Tag des Heiligen Jakobus richtet die Gemeinde erneut einen Willkommensstand an der Brücke Ponte D. Luís Filipe in Fão ein. Dort werden kleine Andenken sowie Informationen zum Portugiesischen Küstenweg verteilt. Ziel ist es, die Pilgerinnen und Pilger im Gemeindegebiet zu begrüßen und zugleich die mit dem Territorium verbundene Tradition der Gastfreundschaft zu unterstreichen.

Gemeinsamer Imbiss

Teil des Programms ist ein geselliges Beisammensein mit einem Imbiss und Queimada, das um 20:00 Uhr im Albergue de São Miguel stattfindet. Eingeladen sind sowohl Pilgerinnen und Pilger als auch die lokale Bevölkerung – als Gelegenheit für Austausch und Begegnung zwischen unterschiedlichen Kulturen.

Der bis 2028 zertifizierte Portugiesische Küstenweg durchquert das gesamte Gemeindegebiet von Esposende und folgt einer Route mit tiefen historischen Wurzeln, die auf der alten Via Veteris basiert. Diese wurde seit dem Mittelalter von Pilgern genutzt, die nach Santiago de Compostela unterwegs waren. Entlang des Weges treffen die Wandernden auf ein reiches Erbe aus Geschichte, Glauben und Tradition: Kirchen, steinerne Wegkreuze, Bildstöcke und alte Wege, die von Jahrhunderten der Pilgerschaft zeugen.

Lokale Auswirkungen

Neben der spirituellen und kulturellen Dimension gewinnt das Phänomen auch wirtschaftlich spürbar an Bedeutung. Es trägt zur Belebung von Hotellerie, Gastronomie und Handel bei. Mit den von Jahr zu Jahr steigenden Pilgerzahlen behauptet Esposende weiterhin seine Rolle als eines der wichtigsten Eingangstore des Portugiesischen Küstenwegs.

25. Juli

Matosinhos lässt Konserven kosten

Mehrere Gemeinden planen für den kommenden Samstag Initiativen zum Tag des Heiligen Jakobus. In Matosinhos etwa können Pilgerinnen und Pilger an den Tourismusstellen lokale Konserven probieren. Am Standort in Leça da Palmeira erhalten sie zudem einen Hut.

Viana do Castelo kündigt vielfältige Aktionen an

Die Stadtverwaltung von Viana do Castelo hat sich für diesen Tag mit der Associação dos Amigos do Caminho de Santiago de Viana do Castelo und der Herberge Albergue São João da Cruz dos Caminhos zusammengeschlossen und ein abwechslungsreiches sowie kostenloses Programm vorbereitet.


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